Stopps einreichen

Das Einreichen vom neuen Stops & Portalen wurde im Juni für Level 40 Spieler in Pokemon Go hier in Deutschland freigegeben. Pro 14 Tagen können bis zu 7 Einreichungen vorgenommen werden. Die freien Einreichungen werden dabei tagesgenau wieder gutgeschrieben. Sprich reiche ich heute einen Stop ein wird heute in 14 Tagen die freie Einreichung wieder zur Verfügung stehen.

Ob ein Punkt in Pokemon Go ein Portal wird hängt von zwei Faktoren ab:

Die Räumliche Komponente

Die Welt ist hierbei in Rasterlinien unterteilt, sogenannte S2-Zellen, deren Level für das was, wann, wie und wo verantwortlich sind.

Die kleineren blauen Zellen (Level 17-Zellen) sind quasi der Raum in dem ein Objekt in den Spielen Ingress, Pokemon Go und Harry Potter United vorhanden sein kein. Die Menge der Objekte in den großen gelben Zellen (Level 14-Zellen) gibt an, wie viele Arenen es gibt.

Hierbei gilt

  • ab 2 Objekten: 1 Arena
  • ab 6 Objekten: 2 Arenen
  • ab 20 Objekten: 3 Arenen
  • ab 35 Objekten: 4 Arenen

Anmerkung: Stopps müssen nicht direkt vom gewünschten Standort eingereicht werden, der Standort kann in Pokemon Go bis zu 2 Kilometer abweichen.

Problematisch für die Einreichung sind alte Lomo-Portale aus Ingress, die aus irgendwelchen Gründen nicht nach Pokemon Go übernommen wurden. Ist ein unsichtbares Ingress-Lomo-Portal vorhanden, wird das neue Portal nicht nach Pokemon Go übernommen. Der Haken daran, in Pokemon Go sind diese Portale nicht zu sehen. Lomo-Portale können nur nach Pokemon Go übernommen werden, wenn man eine Verschiebung beantragt und diese vom OPR angenommen wird.

Empfohlene Hilfsmittel

https://battlemap.wtf

Hier bei den Einstellungen Gyms, Pokestop und S2-Zellen einblenden lassen, dann hilft einen die Map zumindest was Eschwege und teilweise die drum herumliegenden Dörfer betrifft. Da diese Orte relativ gut von uns aktualisiert werden.

https://intel.ingress.com/

Hier sieht man alle Portale aus Ingress, damit auch die Punkte, die nicht nach Pokemon Go übernommen wurden. Zum Betrachten ist ein Login eines Ingress-Accounts notwendig.

Mit diesen Anhaltspunkten kann man relativ gut prüfen ob und wo noch was möglich ist.

Die Zulässigkeit

Die Punkte müssen soziale Kontaktpunkte, Punkte von historischen Wert oder von einem Bildungswert sein. Funktionieren tuen Statuen, Gemälde, Mosaike (z. B. Stolpersteine), historische Bauwerke, Aussichtstürme, Schilder (keine Straßenschilder) und Hinweistafeln, Sporteinrichtungen, Theater, Museen, Bibliotheken aber auch Spielplätze, Dorfgemeinschaftshäuser, Wassertretanlagen und ähnliches.

Ausgenommen sind Feuerwehren, Krankenhäuser, Polizeistationen, sowie Schulen und Kindergärten. Privatgrundstücke, Gewerbeeinrichtungen , Pflanzen, Tiere usw. werden auch nicht angenommen.

Beispiele:

  • Die historische Linde am Dorfplatz wird nicht angenommen, wohl aber das Infoschild über diese Linde.
  • Eine Feuerwehr wird nicht angenommen, wohl aber die Feuerwehrstatue vor der Feuerwache, sofern der Standpunkt nicht die Ausfahrt gefährdet.
  • Ein Friedhof ist nicht anzunehmen, wohl aber wenn der Grabstein eines Kurfürsten von annohundertdazumal eingereicht wird.
  • Der Spielplatz ist anzunehmen, werden die Spielgeräte einzeln eingereicht sind diese abzulehnen. Wurde kein Spielplatz eingereicht, sondern die Spielgeräte einzeln, ist ein Spielgerät stellvertretend anzunehmen, der Rest als Dublikat des Standortes Spielplatz abzulehnen.

Wandbilder sind schwierig. Diese kann man auf Google Map – das haben die Bewerter zur Verfügung – nicht sehen, wenn keine Streetview-Ansicht vorhanden ist. Daher werden solche Punkte gerne schon mal abgelehnt. Unser DocMcPoke hält es so, dass er durchgehend eine 3er Bewertung gibt, was quasi bedeutet: Ich kann das nicht entscheiden. Der Hintergrund: Man kann zwar vielleicht anhand Google Map das Haus von oben identifizieren, was am Haus ist, sieht man leider nicht.

Und bitte vorsichtig sein mit Positionsverschiebungen also abweichender Position zur Realposition… das kann auch in die Hose gehen. Auch die Bewerter können auch Positionen verschieben. So kann es schon mal passieren, dass bei einem Bolzplatz, der eingereichte Punkt auf das Tor auf der gegenüberliegenden Seite verschoben wird, wenn jemand diesen zu nah an einem Wohnhaus platziert.

Kreiselkunst hat auch Probleme. Die Objekte müssen fußläufig gut erreichbar sein. Das sind Objekte im Mittelpunkt eines Kreisels eher nicht. Daher ist die Chance groß, das sowas abgelehnt wird.

Jetzt kann der ein oder andere kommen: Die Friedrich-Wilhelm-Schule ist ein Stopp, in Witzenhausen gibt es einen Gartenzwerg im Vorgarten der ein Stopp ist. Ja, sowas gibt es, aber das sind Stopps aus alten Zeiten, wo noch die heute gültigen strengeren Regeln aktiv waren.

Weitere Informationen zu Portalen (so der Begriff in Intress) erhaltet Ihr unter folgender Adresse:

https://niantic.helpshift.com/a/ingress/?s=portal-network&p=web

Grundsätzliches

Über den Vorschlag stimmen andere Spieler des Spiels Ingress ab. Diese Spieler haben mindestens Level 12 und können über das Operation Portal Recon (kurz OPR) dort Einreichungen bewerten. Unser @DocMcPoke ist einer der Spieler die u. a. bewerten können.

Hier paar Hinweise:

  • Bewerter können nicht gezielt Bewerten. Die Vorschläge sind bunt gemischt. Pro 100 Vorschläge hat man vielleicht 1-2 aus dem direkten Umfeld, 10-20 aus dem Umkreis von etwa 50 km, der Rest ist bunt gemischt aus Deutschland, dazu meist 1-5 Bewertungen aus dem benachbarten Ausland. Sprich: Bewerte mal eben meine Einreichungen gut durch, ist nicht. Es ist ja nicht mal sicher das man diese Einreichungen überhaupt zu Gesicht bekommt.
  • Einfach mal so durchwinken kann auch kein Bewerter, denn ob eine Einreichung angenommen werden kann wird aus mehreren Bewertungen bestimmt, wobei niemand genau weiß, wie viele Bewerter benötigt werden. Nach einem Gerichtsurteil im September 2019 wird hier auch noch ein Bewerter von Niantic-Seite dazukommen müssen.
  • Auch sollte kein Bewerter im Eigeninteresse keine Freundschaftsbewertungen machen. Jeder Bewerter wird vom System quasi mit bewertet. Dies geht danach ob die eigene Bewertung dem Trend entspricht. Macht man zu viele Bewertungen gegen den Trend, sinkt der eigene Bewerterstatus auf „poor“ und die Bewertungen werden nicht mehr mitgezählt, bis der eigene Status wieder auf einen besseren Wert springt.

Sind mehrere Objekte pro S17-Zelle vorhanden, wird nur das älteste Objekt nach Pokemon Go übernommen.

Angenommene Objekte werden etwa 19:40 – 20 Uhr von Ingress nach Pokemon Go portiert. Wurde das Portal vor 11 Uhr angenommen, ist das Portal in der Regel am selben Tag noch verfügbar, sonst am Folgetag. In Zeiträumen größerer Events können andere Zeiten gelten.

Ob ein Portal zu einer Arena wird, entscheidet sich danach, welches Portal in Ingress etwa 10 Stunden vor Portierung zur Arena die meisten Likes der Portalbilder in Ingress hat. Man kann also diese Entscheidung eingeschränkt beinflussen.

Für eine Ex-Arena ist entscheidend, ob der Mittelpunkt der Level 20-Zelle in der sich die Arena befindet in einem Park befindet. Wohl gemerkt, der Mittelpunkt der Zelle, nicht die Arena. Basis hierfür sind die Daten von Open Street Map.

Wie Schnell über eine Annahme und Ablehnung entschieden wird kann man nicht sagen. Wir hatten schon Stopps die waren 3 Tage nach Einreichung im Spiel. Dann hat unser @DocMcPoke noch Einreichungen wo er seit Mai/Juni 2019 und damit über 4 Monate auf seine Bewertung wartet.

Dank der Freigabe der Einreichung in Pokemon Go, wurde sehr viel Müll eingereicht. Teilweise kaputte Blumentöpfe, Plantschbecken, Autoreifen vor der Garage und so, wodurch viele Bewerter aus Ingress die Bewertung aufgegeben haben. Es ist daher damit zu rechnen, das Bewertungen noch länger dauern werden.

Update:

Durch ein Gerichtsurteil im September 2019 wurde Niantic verpflichtet Pokestops und Arenen innerhalb kürzester Zeit zu entfernen, wenn diese in einem Radius von 40 m um ein Einfamilienhaus stehen und Anwohner sich beschweren. Der Beschwerde ist innerhalb 15 Tagen stattzugeben und der Stopp zu entfernen.

Auch sollen Parkverwalter schließ und Öffnungszeiten eintragen können. Sprich die Stopps und Arenen dort können Schließzeiten erhalten.

Zudem wurde Niantic mehr oder minder dazu gedrängt, dass auch ein Mitarbeiter von Niantic neue Einreichungen zu prüfen hat. Das Argument das das die Spieler machen, ließ das US-Gericht nicht gelten.

Man kann davon ausgehen, dass diese Punkte kurzfristig weltweit einheitlich aktiviert werden.